Mehr Meer.
Am nächsten Morgen erledigen wir als erstes die Entsorgung und fahren dann früh vom Platz Richtung Norden. Im nächsten Ort fahren wir auf den grossen Parkplatz einer Bäckerei und besorgen uns ein Baguette und zwei Croissants fürs Zmorge.
 |
| Bäckerskunst |
Gut gestärkt fahren wir weiter zu einem Supermarkt, um den Kühlschrank
zu füllen und kommen nach insgesamt 1,5 Stunden am Étang de Biguglia an.
Der Campingplatz San Damiano heisst uns freundlich willkommen und lässt
uns unseren Platz selber aussuchen. Wir erwischen eine schöne Parzelle
direkt am Sandstrand. Hier richten wir uns gemütlich ein, und nach dem
Zmittag lassen wir uns von der Sonne bräunen. Natürlich erkunden wir
auch den Strand und wagen ein paar Schritte in die Fluten. Gegen Abend
besorgen wir uns noch Tickets für den Shuttlebus, den der Campingplatz
anbietet. Wir greifen auf diese Lösung zurück, da es keine Busverbindung
nach Bastia gibt und die stark befahrene Stadt nicht auf Velofahrer
eingestellt ist. Wir sind gespannt, was wir morgen zu sehen bekommen.
 |
| direkt am Strand |
 |
| Morgenspaziergang am Strand |
 |
| hübsch angelegter Campingplatz |
Stadtbummel in Bastia
Als wir heute früh am Treffpunkt vor der Reception des Campingplatzes ankommen, steht der Fahrer schon bereit. Wir steigen ein und lassen uns zum 8 km entfernten
Bastia fahren. Vor dem Tourismusbüro lässt er uns aussteigen und versichert, uns um 14:30 Uhr wieder hier abzuholen. Als erstes holen wir uns einen Stadtplan. Der empfiehlt eine Route quer durch die Stadt bis zur
Zitadelle. Wir folgen den einzelnen Stationen und erhalten so informative Hintergründe zu den Gebäuden. Als erstes kommen wir an zwei Kirchen vorbei, eine davon sei das wichtigste Gebäude der katholischen Korsen, dann führt eine schmale Passage mitten durch ein Restaurant zum alten Hafen. Auf der anderen Seite erklimmen wir die Zitadelle über eine stattliche Doppeltreppe und vorbei an einem Park. Immer wieder bieten sich uns schöne Blicke über den Hafen, die Altstadt und die gerade vor Anker liegenden Fähren. Wir umrunden die Zitadelle, laufen die wenigen Gassen kreuz und quer ab und landen schliesslich an einer etwas verborgenen Kirche. Im Innern überrascht sie mit einer prächtigen, golden abgesetzten Kassettendecke aus der Renaissancezeit. Die zwei Kronen am Hauptaltar sollen zeigen, dass das Grundstück zum päpstlichen Gebiet gehört. Wir befinden uns also gerade auf vatikanischem Boden – so die Info aus dem Stadtführer. Interessant... So, nach so viel Sakralem zieht es uns in die Stadt zurück. Es ist Zeit fürs Mittagessen. In einer Nebenstrasse strömt uns feiner Pizzaduft entgegen. So ist der Entschluss schnell gefasst, und wir werden nicht enttäuscht. Die Quattro Stagioni schmeckt hervorragend. Es bleibt noch ein wenig Zeit für einen Bummel, dann müssen wir auch schon zum Treffpunkt. Unterwegs kommen wir noch an einem Monument vorbei, das den oberen Teil des U-Bootes Casabianca zeigt und die Marinesoldaten der Dreissiger- und Vierzigerjahre ehrt.
 |
| liebevolle Details |
 |
| Église Saint-Jean-Baptiste |
 |
| am Hafen |
 |
| Escalier Romieu |
 |
| Église Sainte-Croix |
 |
| prächtige Decke |
 |
| Blick auf Hafen und Altstadt |
 |
| einladende Bäckerei |
Kaum sind wir zurück am Treffpunkt, fährt auch schon unserer Fahrer vor und bringt uns sicher zurück zum Campingplatz. Den Rest des Nachmittags verbringen wir, wie so oft, lesend vor dem Womo und beobachten das Kommen und Gehen der anderen Camper. Es ist immer was los hier.
Etang de Biguglia
Heute finden wir endlich mal die Gelegenheit, unsere Velos auszupacken, denn wir wollen zum Etang de Biguglia, einem See, der nur durch einen schmalen Landstreifen vom Meer getrennt wird. Es ist ein
Naturschutzgebiet und das grösste Sumpfgebiet der Insel. Da sich der Campingplatz auf dieser Landzunge befindet, sind wir nach wenigen Kilometern auch schon mitten im Schilfmeer. Ein kleiner Trampelpfad führt quer hindurch, und immer wieder haben wir grandiose Ausblicke auf den See. Vögel hat es nur wenige, aber auch so ist die Vegetation beeindruckend. Meterhohe Ginsterbüsche, dazwischen mal eine Korkeiche oder ein Eukalyptusbaum. Nach etwa 1,5 Stunden haben wir unsere Entdeckungstour abgeschlossen.
 |
| im Naturschutzgebiet | | | |
 |
| Trampelpfad |
 |
| Korkeiche |
 |
| schöne Aussicht |
 |
| Vogelbeobachtungsposten |
Zurück am Camping besuchen wir den gut assortierten Shop und kaufen frisches Gemüse. Dazu gibt es heute Reis. Wir lassen uns das Zmittag vor dem Womo schmecken. Nach einer kleinen Siesta machen wir noch einen Strandspaziergang.
Letzter Tag am Strand
Auch heute begrüsst uns der Tag mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Wir beginnen diesen letzten Strandtag mit dem Einkauf von frischen Brötchen im Shop neben der Reception und geniessen das Zmorge in der Morgensonne. Danach ist Faulenzen angesagt. Wir nutzen rege unsere Bibliotheks-Mitgliedschaft und laden uns spannende Schmöker auf unsere Tolinos. So sind wir bis zum Mittag beschäftigt.
Auf unserem gestrigen Veloausflug kamen wir an einer Pizzeria vorbei. Dort will ich mir heute unser Zmittag holen. Nach einer kurzen Radtour erreiche ich das Lokal und stelle mich an den Tresen. Leider gebe es Pizzen nur am Abend, bedauert die Bedienung. So radle ich halt wieder zurück und es gibt stattdessen Salat und Teigwaren mit Sauce, serviert vor dem Womo.
Nach einem feinen Käfeli und etwas Gebäck machen wir es uns wieder gemütlich. Erwin lesend vor dem Womo, ich keine 20 Meter entfernt mit dem Badetuch am Strand. Ein kurzes Fussbad genehmige ich mir, aber die 14 °C sind selbst mir doch noch etwas zu kühl.
 |
| Blick Richtung Bastia |
 |
| unsere Velos |
 |
| schöne Aussicht |
 |
| schöne Aussicht |
 |
| Strandtag |
 |
| letzter Blick aufs Meer |
Am Abend erledigen wir an der Reception die Zahlung der vier Nächte à je 19 Euro und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten im Shop. Ein letzter Blick aufs Wasser bevor es eindunkelt, dann wird es Zeit fürs Bett. Wir müssen morgen früh raus auf die Fähre.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen