Samstag, 30. November 2019

Rückreise

28.11.2019 Rückreise Tag 1

Etwas früher als geplant beenden wir unsere Spanien-Portugal-Reise. Mit Cadiz als Endstation haben wir die gesamte Atlantikküste befahren und werden die Mittelmeerküste Spaniens bei einer nächsten Reise ausgiebig erkunden.

So starten wir schon früh am Morgen vom Hafen in Cadiz aus. Noch liegt dichter Nebel über der Stadt. Den ersten, den wir auf dieser Reise sehen. Zurück gehts von der Halbinsel über die imposante Brücke aufs Festland und dann nordwärts Richtung Sevilla, etwa eine Stunde später führt die Autobahn ostwärts vorbei an Córdoba.





Wir fahren heute soweit wir kommen. Insgesamt haben wir bis zu Hause 2200 km vor uns. Gegen Abend erreichen wir die Ortschaft Utiel in der Provinz Valencia. In einem Consum kaufen wir noch kurz ein und parken dann auf dem ruhigen Womo-Stellplatz am Ortsrand. Heutige Distanz: 650 km.

Vertraute Marke - ungewohnter Inhalt

Emmentaler in Spanien weckt heimische Gefühle



29.11.2019 Rückreise Tag 2

Am nächsten Morgen fahren wir noch im Dunkeln los und hoffen, auch heute etwas Strecke machen zu können. Die Autobahnen sind wenig befahren, die Spanier fahren ruhig ohne drängeln, so kommen wir gut vorwärts. Immer wieder verändert sich die Landschaft, so bleibt es auch für das Auge eine abwechslungsreiche Fahrt. Valencia, Tarragona und Barcelona sind einige der Orte, die wir passieren.





Im Laufe des Nachmittages überqueren wir die Spanisch-Französische Grenze. Wir fahren noch durch bis Narbonne, wo wir ausserhalb in einem herzigen kleinen Ort einen schönen Stellplatz unter Bäumen anfahren. Gleich nebenan gibt es eine Pizzeria. Wir holen uns zwei Pizzen und geniessen diese im Wohnmobil. Heutige Distanz: 700 km.


30.11.2019 Rückreise Tag 3

Bevor wir losfahren, holen wir uns beim Bäcker noch ein frisches Baguette.


Vom Dorf aus sind es nur knapp zwei Kilometer, dann sind wir schon wieder auf der Autobahn. Wir werfen einen letzten Blick auf die Pyrenäen, die im milden Licht der Morgensonne leuchten.


Auch die Französische Autobahn lässt sich gut fahren. Mit den Mautstationen klappt es sehr gut. Bei der Einfahrt Kärtli ziehen, bei der Ausfahrt Kärtli einschieben, Kreditkarte nachschieben, Quittung ausdrucken lassen und weiter gehts.

Zahlstation

Montpellier, Nimes, Avignon, Orange und Lyon lassen wir hinter uns und stehen kurz nach dem Mittag an der Schweizer Grenze bei Genf. Kaum sind wir wieder auf heimischen Strassen, stehen wir im Stau. Wenigstens können wir links die Rebberge und rechts den Genfersee mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund bestaunen. Einige Stunden später - es ist schon dunkel - sind wir zu Hause angekommen. Heutige Distanz: 850 km.


Wir sind froh, wieder zu Hause zu sein, freuen uns aber schon auf die Planung von neuen Touren.


Mittwoch, 27. November 2019

Cadiz

Wir verlassen den Yachthafen von Gelves bei Sevilla frühmorgens und reihen uns in den Berufsverkehr ein.

Auf gut ausgebauten Strassen spulen wir die rund 150 km zügig ab. Die Gegend ist abwechslungsreich. Mal sehen wir Olivenplantagen bis zum Horizont, dann wieder Reben, besonders im Raum Jerez, wo der Sherry herkommt.


Ganz überrascht sind wir, als links ein wunderschönes Kloster auftaucht. Hohe Mauern verhindern leider einen genaueren Einblick.



Die Gegend wird langsam flach, wir umrunden eine Salzlagune und sehen schon die Silhouette von Cadiz. Wir überqueren eine moderne Brücke und sind schon bald darauf am Hafen, wo wir das Womo abstellen können.


Schnell ist die Tasche gepackt und los geht's in die Stadt, die von einer gut erhaltenen Festungsmauer umgeben ist. Wir sehen Stadttore, Türme, schöne Gassen und Plätze. Am Playa de la Caleta sticht das schöne Seebad ins Auge. Wem dieser Ort bekannt vorkommt: An diesem Strand wurde die Szene aus einem James Bind-Film gedreht.  Nicht in Havanna, sondern hier entstieg Halle Berry den Fluten und traf auf Pierce Brosnan.






Weiter gehts zur Kathedrale mit der bernsteinfarbenen Kuppel. Von aussen ist sie imposanter als von innen. Das liegt vielleicht daran, dass die Decken mit Netzen abgedeckt sind. Offenbar scheint das Gebäude zu bröckeln.



Letzter Punkt für heute ist der Torre Tavira. Nachdem man sich über eine Wendeltreppe unendlich viele Stufen in die Höhe geschraubt hat, kann man einen herrlichen Blick über die Stadt geniessen.


Auf dem Weg zurück zu unserem Stellplatz am Hafen kommen wir an der Costa Favolosa vorbei, die gerade vor Anker liegt.




Dienstag, 26. November 2019

Sevilla

Der Bus bringt uns heute früh in die Innenstadt von Sevilla, der Hauptstadt der Region Andalusien.

Erstes Ziel: Das Archivo General de Indias. Zu unserer Überraschung ist der Eintritt frei. Im prächtigen Gebäude der ehemaligen Börse wird das Thema der Kolonialmacht Spanien und die Handelsbeziehung zu Amerika behandelt. Das Gebäude und der Archivbestand (Dokumente, Schatzkisten, Waffen) sind seit 1987 Unesco Weltkulturerbe.





Gleich gegenüber ist die Kathedrale von Sevilla mit dem Turm Giralda, einem ehemaligen Minarett aus maurischer Zeit.



Etwas südöstlich steht der Königspalast Alcazar mit einem prächtigen Innenhof. Die lange Schlange vor der Ticketkasse schreckt uns etwas ab, ausserdem haben wir einen vergleichbaren Palast bereits in Zaragoza ausgiebig bewundert. Einen kleinen Blick können wir dennoch ins Innere erhaschen.


Nun lassen wir uns durch die verwinkelten Gassen der Stadt treiben, bis wir am Plaza de Espana ankommen. Er wurde 1929 mit dem halbrunden Gebäude und dem riesigen Platz von 200 Metern Durchmesser anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung erbaut. An der Fassade entlang sind 48 Kachelornamente kundstvoll gestaltet, eines für jede der spanischen Provinzen. Wem der Platz bekannt vorkommt: Er diente schon oft als Filmkulisse, z.B. für Lawrence von Arabien oder Star Wars Episode II.






Zurück geht es bei leichtem Nieselregen wieder ins Stadtzentrum. Im Zickzack flanieren wir durch die Gassen. Herrliche Düfte wehen aus den verschiedenen Bodegas, Tapas Bars und Restaurants. Auch die Orangenbäume, die hier die Strassen säumen, verströmen immer wieder einen frisch-fruchtigen Duft. Wir entscheiden uns für eine Bäckerei, die pikantes Gebäck im Angebot hat. Genau das Richtige für einen schnellen Imbiss.




Noch ein paar Schritte, dann stehen wir vor dem Metropol Parasol, einer imposanten Holz-Beton-Stahlkonstruktion. Einheimische nennen dieses Werk auch Las Setas (die Pilze). Im Untergeschoss befinden sich Überreste aus römischer und maurischer Zeit. Im Erdgeschoss ist eine Markthalle untergebracht. Uns interessiert aber der zweite Stock, den wir für 3 Euro mit dem Lift erreichen. Auf dem Dach der sechs sonnenschirmartigen Strukturen führt ein Steg rundherum. Von hier oben hat man einen guten Ausblick über die Stadt.





Nachdem wir uns sattgesehen haben, schlendern wir durch die Einkaufsmeile der Stadt. Jeder zweite Laden verkauft mehr oder weniger geschmackvolle Souvenirs, dazwischen finden sich elegante Kleiderläden und unendlich viele kleine Bars und Restaurants.




Im Viertel Triana reiht sich ein Flamenco-Lokal ans andere und wirbt mit Folklore-Vorstellungen.





Viel haben wir gesehen, aber längst nicht alles. Trotzdem haben wir einen guten Eindruck der Stadt gewonnen. Der Bus bringt uns aus der Stadt zurück zum Hafen von Gelves  wo wir uns noch gemütlich ans Wasser setzen.