Montag, 22. Juli 2019

Insel Öland

Wir erwachen früh heute, und schon vor 7 Uhr bin ich mit dem Velo unterwegs. In Kalmar haben wir auf der Karte gerade mal zwei Bäckereien entdeckt. Also radle ich los zum ersten Geschäft. Das hat noch geschlossen, ist eher eine Konditorei und im Regal liegen drei gummig aussehende Brote. Also gehts etwa zwei Kilometer weiter durch die Stadt.

Diese Bäckerei ist nun ein Volltreffer. Eine grosse Auswahl an Broten und sogar kleinen Brötchen sowie leckeren Backwaren. Herrlich, wie das duftet!

Tolle Brotauswahl

Ich wähle ein Parisette, ein kleines, dunkles Körnerbrot sowie als Dessert ein Kanel Bullar, also eine Zimtschnecke.

Schweden will ja das Bargeld abschaffen, und die meisten bezahlen mit Karte oder ihrem Smartphone. Dennoch wird auch in den meisten Geschäften Bargeld angenommen.

Zurück geht's wieder auf den gut ausgebauten Velowegen, die auf den breiten Trottoirs neben den Fussgängerwegen gut markiert sind. Die Fahrradfahrer haben wie auch die Fussgänger generell Vorfahrt, so kommt man zügig und ohne je bremsen zu müssen vorwärts.

Kurz vor unserem Übernachtungsplatz bietet sich mir noch ein schöner Blick auf den alten Wasserturm von Kalmar.


Nach dem feinen Zmorgen verlassen wir die Stadt ostwärts und sind schon bald auf der Ölandbrücke. Das 1972 eingeweihte Bauwerk ist über 6 km lang und vierspurig. Damals war sie die längste Brücke in Europa, heute immer noch die längste Brücke in Schweden.

Anfänglich nur gut 6 Meter über dem Meeresspiegel steigt die Brücke auf beachtliche 41 Meter an und bietet so Schiffen die Möglichkeit, zu passieren.

Es geht rauf

... und wieder runter

Der Blick von der Insel Öland zurück Richtung Kalmar ist ebenfalls beeindruckend.

Ölandbrücke

Der Bogen ist gut zu erkennen

Kaum sind wir auf der Insel ein paar Kilometer gefahren, entdecken wir die ersten Windmühlen. Davon hat es hier eine ganze Menge. Eine davon ist geöffnet, und ich erkunde die historische Mühlenanlage.

Windmühle

Historische Mühle von 1849

Nach etwa 15 Minuten haben wir die Insel von West nach Ost durchquert und finden in Bläsinge einen tollen Stellplatz für ca. 5 Franken die Nacht. Es ist ein Wiesengelände ohne Parzellierung, und jeder stellt sich so hin, wie er mag. Wir ergattern uns ganz zuvorderst am Schilfgürtel ein Plätzchen, keine 10 Meter vom Strand entfernt.

Blick vom Strand zum Womo

Den Nachmittag verbringen wir gemütlich unter der Markise vor dem Wohnmobil oder schlendern am Strand entlang.

Im Wasser sind sehr viele Quallen zu entdecken, einige nur wenige Zentimeter gross, andere fast handtellergross. Diese seien im Gegensatz zu denjenigen an der Westküste absolut ungefährlich, bestätigt uns eine Einheimische. Die Badegäste lassen sich jedenfalls nicht beirren und tummeln sich im recht frischen Wasser. Wir begnügen uns mit dem Waten durch knietiefes Wasser.

Qualle

Am Abend schlendern wir noch zum Hafen.

Hafen von Bläsinge

Noch lange sitzen wir vor dem Wohnmobil und geniessen die Abendstimmung. Während ich etwas auf dem Herd brutzele, freue ich mich über die tolle Aussicht aufs Meer.

Blick aufs Meer

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