Freitag, 26. Juli 2019

Waschtag in Ädelfors

Wir geniessen einen Tag am Waldsee mit Baden und Faulenzen.

Bade- und Übernachtungsplatz am See

Irgendwo da draussen schwimmt Erwin

Abendstimmung

Am nächsten Morgen geht es etwa eine Stunde westwärts, denn es ist Waschtag angesagt. Nicht etwa Kleider oder Geschirr, sondern Sand. An unserem Ziel, in Ädelfors, gibt es nämlich eine Goldgrube. Dort wurde 1737 erstmals in Schweden Gold gefunden, und auch heute noch kann man hier mit etwas Glück fündig werden.

Eingang zur Goldgrube

Wir besorgen uns also die Tickets und werden pünktlich um 10 Uhr von einem Ranger in die Kunst des Goldwaschens eingeführt. Als erstes tauschen wir unsere Schuhe gegen Gummistiefel aus. Dann gehen wir an ein Übungs-Waschbecken, bekommen eine Schüssel mit Sand in die Hand gedrückt und müssen nun mit Schwenkbewegungen immer wieder Material aus der Schüssel schwemmen, bis nur noch etwa ein Teelöffel feiner Sand zurückbleibt. Nun sollen wir mit Hin- und Herbewegungen diesen nochmals sorgfältig ausschwemmen. Der grosse Moment nach etwa 20 Minuten Arbeit ist da: Wenn man genau hinsieht, kann man im besten Fall etwas glitzern sehen. Dieses Körnchen wird noch restlos von Sand befreit, mit dem Finger aufgenommen und in ein vorbereitetes, mit Wasser gefülltes, Röhrchen befördert.

Die nächste Lektion besteht darin, ein Siebkörbchen zu fassen, damit in die Grube zu gehen und ein paar Schaufeln voll Material einzusammeln.

Wo soll ich graben?

Nun schleppt man das Grobgestein zu einer Waschstation und trennt hier die groben Steine vom feineren Material. Damit ist man für die eigentliche Aufgabe - wie in der ersten Lektion gelernt - bereit.

Ausgangsmaterial

Von groben Steinen befreit

Am Rand des Geländes ist ein längliches Becken angelegt, gefüllt mit etwa 20 cm Wasser und am Rand mit Sitzgelegenheiten versehen. Jeder sucht sich nun einen Platz und beginnt mit dem Auswaschen. Hin und wieder kann man einen leicht unterdrückten Jauchzer hören. Übrigens, ganz rechts aussen sitzen die Profigoldwäscher. Von denen hört man nichts. Sie sind verbissen und hochkonzentriert bei der Arbeit und lassen sich einen Fund nicht anmerken.

Schwenken, schwenken, schwenken

Alle machen mit

Um die Mittagszeit werden die Arme langsam etwas lahm, und wir gönnen uns im Klondyke-Restaurant einen Burger mit Pommes und Salat.

Frisch gestärkt geht es am Nachmittag weiter. Für einen Durchgang muss man etwa 30 Minuten rechnen, und wir hatten fast jedes Mal ein Körnchen Gold Ausbeute. Das gab dann immerhin ein paar kleine Krümel.

der Ertrag eines ganzen Tages

Der Ertrag ist kaum der Rede wert, aber wir hatten eine Menge Spass dabei, und wir können dieses Abenteuer nur jedem empfehlen.



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