Montag, 12. August 2019

Dänemark ahoi - Aarhus und Billund

Nach einer windigen Nacht auf dem Stellplatz bei Grimeton stehen wir nun morgens um 7 Uhr am Hafen von Varberg, wo wir noch eine kurzen Spaziergang zum Seebad machen.

Seebad von Varberg

Schon bald werden wir in den Schiffsbauch gelotst und können uns an Deck begeben. Wir finden ein hübsches Plätzchen am Bug des Schiffes und haben so eine tolle Sicht aufs Meer während der gut vier Stunden auf See. Unterwegs passieren wir die Insel Anholt sowie ein Riesen-Windpark mit mehreren Dutzend Windrädern mitten im Meer. Im Hafen von Greena gehen wir dann von Bord.

Sicht von unserem Platz am Promenadendeck

Windradpark

Schon bald fällt uns der dichtere Verkehr im Gegensatz zu Schweden auf. Doch wir kommen zügig voran und erreichen nach gut einer Stunde Aarhus. Auch hier ein Gewimmel, bis wir am Hafen ankommen. Kein Wunder, ist Aarhus doch die zweitgrösste Stadt des Landes. Eigentlich wollten wir am Hafen auf einem Stellplatz stehen, der im offiziellen Stellplatzführer gelistet ist, doch wir entdecken ein offensichtlich neues Womo-Verbotsschild. Also suchen wir nach Alternativen und finden einen tollen Parkplatz beim Botanischen Garten. Mitten in der Stadt und doch im Grünen.

Nachdem wir gestern in Grimeton noch 10 Womo-Nachbarn bekommen haben, bleiben wir diese Nacht alleine, was uns wundert, da es ein idealer Platz ist, um von hier aus die Stadt zu erkunden. So machen auch wir noch einen Spaziergang durch den Park.

Tropenhaus des Botanischen Gartens

Blumenpracht

Erster Blick auf "De Gamle By"

Alt und Neu in Aarhus

De Gamle By ist ein Freilichtmuseum in der Altstadt von Aarhus und nur wenige Minuten von unserem Platz entfernt. Es öffnet jedoch erst um 10 Uhr, so haben wir genügend Zeit, uns beim Quartierbäcker frisches Brot zu holen und gemütlich zu frühstücken. Wir sind dann aber doch etwas überrascht, dass ein Baguette umgerechnet 5 Franken kostet, und ein Gipfeli sogar um die 2.50. Dafür scheint der Treibstoff deutlich günstiger zu sein als in Schweden oder auch bei uns.

Nach dem feinen Zmorge stehen wir also pünktlich am Eingang und lösen unser Ticket. Wir schlendern durch die Gassen, vorbei an schönen Gebäuden. Da gibt es eine Apotheke, ein Gericht, verschiedene Handwerksbetriebe oder Bauernhöfe und auch Verkaufsläden. Und immer wieder trifft man auf Darsteller in historischen Gewändern, die bereitwillig Auskunft geben über das Leben zur damaligen Zeit.

Altstadt

Schön erhaltene Fassaden

Es gibt drei verschiedene Quartiere aus den Epochen 1864, 1927 sowie 1974. Wir staunen über die detailgetreue Darstellung und die liebevolle Dekoration von Details.

Alte Apotheke

Wohnzimmer

Sehr realistische Gestaltung

Bücherladen

Eisenwarengeschäft

Opas Schlafsofa

Vorläufer der Spüle

Telefonzentrale

Radio- und TV-Geschäft aus den 70ern


Nach diesem Rundgang bleiben wir in der Vergangenheit und fahren etwa eine Stunde südwestlich nach Bindeballe. Dort steht ein Krämerladen aus dem Jahr 1897 mit vielen Verkaufsartikeln aus alten Zeiten. Alles ist antik eingerichtet, selbst die Ladenkasse ist ein Museumsstück.

Kunterbunter Laden

Viele antike Verkaufsartikel

Kaffee und Süssigkeiten

Prächtige Kasse

Wir besuchen noch das Café im Hinterhof. Ebenfalls hübsch eingerichtet und mit feinem Kuchen. Die Tischegestelle sind alte Nähmaschinengestelle, und alle Stühle sowie auch das Geschirr ist bunt zusammengewürfelt.

Museumscafé, bunt zusammengewürfelt

Umfunktionierter Nähmaschinentisch

Tanken nicht vergessen!

Nach dieser feinen Stärkung und einem Einkauf im Laden geht es ins wenige Kilometer entfernte Billund. Dort befindet sich einerseits das Legoland, ein Freizeitpark für Kinder, andererseit auch das Legohaus, was wir besichtigen wollen. Schon die Architektur ist ganz in der Bauklotzweise gehalten. Innen ein Paradies aus bunten Legofiguren, einem Café und natürlich einem Verkaufsladen, im welchem sich Familen mit Kindern eindecken können. Zum Schluss besteigen wir noch das Dach und haben einen herrlichen Blick über den Ort.

Legohaus

Alles aus Lego

Legokunst

Architektur des Gebäudes in Lego-Optik

Nun wird es aber Zeit, einen Übernachtungsplatz zu suchen. Wir finden ihn einige Kilometer ausserhalb am Rand eines Naturschutzgebietes mit Blick ins Grüne.



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