Dienstag, 26. November 2019

Sevilla

Der Bus bringt uns heute früh in die Innenstadt von Sevilla, der Hauptstadt der Region Andalusien.

Erstes Ziel: Das Archivo General de Indias. Zu unserer Überraschung ist der Eintritt frei. Im prächtigen Gebäude der ehemaligen Börse wird das Thema der Kolonialmacht Spanien und die Handelsbeziehung zu Amerika behandelt. Das Gebäude und der Archivbestand (Dokumente, Schatzkisten, Waffen) sind seit 1987 Unesco Weltkulturerbe.





Gleich gegenüber ist die Kathedrale von Sevilla mit dem Turm Giralda, einem ehemaligen Minarett aus maurischer Zeit.



Etwas südöstlich steht der Königspalast Alcazar mit einem prächtigen Innenhof. Die lange Schlange vor der Ticketkasse schreckt uns etwas ab, ausserdem haben wir einen vergleichbaren Palast bereits in Zaragoza ausgiebig bewundert. Einen kleinen Blick können wir dennoch ins Innere erhaschen.


Nun lassen wir uns durch die verwinkelten Gassen der Stadt treiben, bis wir am Plaza de Espana ankommen. Er wurde 1929 mit dem halbrunden Gebäude und dem riesigen Platz von 200 Metern Durchmesser anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung erbaut. An der Fassade entlang sind 48 Kachelornamente kundstvoll gestaltet, eines für jede der spanischen Provinzen. Wem der Platz bekannt vorkommt: Er diente schon oft als Filmkulisse, z.B. für Lawrence von Arabien oder Star Wars Episode II.






Zurück geht es bei leichtem Nieselregen wieder ins Stadtzentrum. Im Zickzack flanieren wir durch die Gassen. Herrliche Düfte wehen aus den verschiedenen Bodegas, Tapas Bars und Restaurants. Auch die Orangenbäume, die hier die Strassen säumen, verströmen immer wieder einen frisch-fruchtigen Duft. Wir entscheiden uns für eine Bäckerei, die pikantes Gebäck im Angebot hat. Genau das Richtige für einen schnellen Imbiss.




Noch ein paar Schritte, dann stehen wir vor dem Metropol Parasol, einer imposanten Holz-Beton-Stahlkonstruktion. Einheimische nennen dieses Werk auch Las Setas (die Pilze). Im Untergeschoss befinden sich Überreste aus römischer und maurischer Zeit. Im Erdgeschoss ist eine Markthalle untergebracht. Uns interessiert aber der zweite Stock, den wir für 3 Euro mit dem Lift erreichen. Auf dem Dach der sechs sonnenschirmartigen Strukturen führt ein Steg rundherum. Von hier oben hat man einen guten Ausblick über die Stadt.





Nachdem wir uns sattgesehen haben, schlendern wir durch die Einkaufsmeile der Stadt. Jeder zweite Laden verkauft mehr oder weniger geschmackvolle Souvenirs, dazwischen finden sich elegante Kleiderläden und unendlich viele kleine Bars und Restaurants.




Im Viertel Triana reiht sich ein Flamenco-Lokal ans andere und wirbt mit Folklore-Vorstellungen.





Viel haben wir gesehen, aber längst nicht alles. Trotzdem haben wir einen guten Eindruck der Stadt gewonnen. Der Bus bringt uns aus der Stadt zurück zum Hafen von Gelves  wo wir uns noch gemütlich ans Wasser setzen.





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